Willkommen beim Familienwegweiser des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde

Interview mit dem Bürgermeister der Stadt Eberswalde und Schirmherren des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde, Friedhelm Boginski

Herr Boginski, die Stadt und das Stadtbild von Eberswalde entwickeln sich: Es sind Zuzüge zu verzeichnen, junge Familien zieht es aus Berlin hinaus in einer weniger hektische Stadt mittlerer Größe, allerorts wird gebaut und saniert - kurz: Eberswalde putzt sich heraus und gewinnt offensichtlich an Attraktivität. Was, Herr Boginski, glauben Sie schätzen die Bürgerinnen und Bürger an Eberswalde. 

Vieles! Unsere attraktive Lage im Grünen mit der Nähe zur Hauptstadt und zur Ostsee zugleich, sehr gute Kinderbetreuungsangebote zu familienfreundlichen Preisen, die Bildungslandschaft insgesamt und das vielfältige Vereinsangebot. Wir haben hier in Eberswalde einfach eine lebendige Stadtgemeinschaft, ein ausgesprochen stimmiges Miteinander und Aufeinanderzugehen der Generationen und Kulturen. Zum Stichwort Kultur: Nicht zuletzt sind wird die Kulturhauptstadt im Nordosten von Brandenburg mit unzähligen Highlights für Jung und Alt und das über das gesamte Jahr verteilt. Ich will nur mal das Stadtfest FinE nennen, die Gartenkonzerte, das Filmfest und unseren bezaubernden Weihnachtsmarkt. Und nicht zu vergessen jeden Samstag aufs Neue "Guten Morgen Eberswalde".

Und wo arbeitet man, wenn man in Eberswalde lebt?  

Klar ist zunächst einmal, dass viele Menschen nach Berlin zur Arbeit pendeln. Aber in Eberswalde selbst gibt es 16.000 Arbeitsplätze, die in den verschiedensten Sektoren von Handwerk und Dienstleistung bis hin zu Industrie und Verwaltung zu finden sind. Damit fungiert Eberswalde als Anker in der Region, täglich pendeln tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu uns in die Stadt, um hier ihre sprichwörtlichen Brötchen zu verdienen. Allein die Eberswalder Stadtverwaltung umfasst mehr als 600 Beschäftigte, die meisten Arbeitsplätze bietet jedoch die Gesundheitsbranche, die immer weiter wächst.

Kinderbetreuung ist für alle, die arbeiten gehen ein großes Thema. Wie ist Eberswalde hier aufgestellt?

Vorweg - und das ist ein Versprechen - in Eberswalde werden alle berufstätigen Eltern mit einem Betreuungsplatz für ihre Kinder versorgt! In jeder unserer 14 städtischen Kindertagesstätten haben wir Kleinkindgruppen, integrierte Hortgruppen, einige Kitas bieten quasi eine Ganztagsbetreuung bis in die Abendstunden. Wir reden von mehr als 800 Plätzen im Krippen- und Kitabereich und mehr als 700 Plätzen im Bereich Hort. Ganz gleich ob in kommunaler oder freier Trägerschaft, alle Kitas setzen durch ihre verschiedensten Angebote eigene Akzente, wie Natur- und Umweltpädagogik oder reformpädagogische Ansätze. Es gibt auch Anbeter mit dem Fokus auf der Förderung sprachlicher oder künstlerischer Kompetenzen. Insgesamt sind wir ständig bemüht, die Platzkapazitäten der Nachfrage entsprechend zu gestalten. Die Nachfrage ist groß, denn die Zahl der Kinder nimmt erfreulicherweise zu.

Da die Zahl der Älteren ebenfalls steigt und die Menschen ohnehin immer älter werden, muss die Stadt doch sicherlich auch Einiges für diese Zielgruppe tun, oder?

Richtig, wir kümmern uns ganz klar nicht allein um die jungen Generationen, sondern selbstverständlich auch um die Weiterentwicklung von Eberswalde als eine familienfreundliche und zugleich generationengerechte Stadt. In Eberswalde gibt es viele seniorengerecht ausgestattete und gebaute Wohnungen. Wir wollen, dass ältere Menschen möglichst lange und selbstständig in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Das unterstützen Angebote wie "Essen auf Rädern", Leistungen der bekannten Sozialstationen, ehrenamtliche Tätigkeiten oder nachbarschaftlich organsierte Hilfen.

Sanierungen, Kinderbetreuung, Angebote für Seniorinnen und Senioren, das alles kostet doch viel Geld, oder?

Ja, dennoch ist es uns ein Anliegen, speziell Familien mit mehreren Kindern oder einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. So haben beispielsweise der Familiengarten, das Museum und auch der Zoo entsprechend ermäßigte Tarife für diese Zielgruppen, der Eberswalde-Pass bündelt unter anderem diese Vergünstigungen. Diesbezüglich bin ich insbesondere auch den Eberswalder Stadtverordneten wirklich dankbar, denn sie nehmen unsere Anregungen immer sehr wohlwollend auf, mit Investitionen in den sozialen Bereich - also in Kitas, Bildung, Jugend und Gemeinwesen - ganz klar in die Zukunft unserer Stadt zu investieren.

Wer unterstützt die Stadt bei all diesen Vorhaben? Wer sind die Partner?

Ich denke da sofort an die Mitglieder des Lokalen Bündnisses für Familie Eberswalde. Unter anderem mit den Eltern-Kind-Zentren, mit der Hochschule und den beiden Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, aber auch mit der Akademie 2. Lebenshälfte und dem Seniorenbeirat haben wir da verlässliche und aktive Bündnispartner. Und es war im Übrigen das Familienbündnis, welches bereits im Jahr 2008 den Familienwegweiser erarbeitet und erstmals herausgegeben hat.

Was ist denn die Besonderheit an dem Familienwegweiser?

Das Markenzeichen des Wegweisers ist die themenbezogene Adressenzusammenstellung. Sie dient der Übersicht über Hilfs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Stadt. Ich freue mich wirklich sehr, dass wir mit dem Eberswalder Familienwegweiser ein ganz konkrete Hilfe für alle Generationen bereitstellen können.

 

 

 

 

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